Fisch in der Küche räuchern

  • Man braucht:


    Einen alten Topf, der für nichts anders mehr zu gebrauchen ist

    Einen Rauchmelder ohne Batterien, da diese ja nun Pflicht sind in Häusern, aber durch die Batterien würde der unnötig ausgelöst werden

    Fischfilets, möglichst fest und fetthaltig (ich habe Lachs genommen, so eine 300g Packung aus der Kühlung) mit Haut am besten

    Einen Deckel für den Topf, am besten aus Glas, damit man sieht, was vor sich geht

    Einen funktionalen Herd

    Räucherspähne (bekommt man im Internet oder im Anglershop oder von räuchernden Verwandten und Bekannten)

    eine Art Einsatz, wo der Fisch draufgelegt wird (ich habe mir da so ein Aludingens vom Grillen zurechtgebogen, aber vorsicht, die Kanten der Löcher sind scharf)

    ein Stück Backpapier, was zwischen Fisch und Einsatz kommt

    Eine Tür, welche die Küche abriegelt und vom restlichen Wohnbereich abtrennt

    Ein Fenster in der Küche, welches während des gesamten Räucherganges offensteht, auch in der Zeit danach

    Im Winter warme Kleidung, weil man im kalten Raum steht

    Ein Zeitmesser

    Kräuter und anderes aromatisierendes Räuchergut (ich nahm Rosmarin und Wacholderbeeren)

    Marinade nach Geschmack



    Zuerst wird die Marinade angerührt, ich habe dazu einen Schluck Wasser, etwas Zucker, Salz, Pfeffer, Knobi, etwas Sojasoße in einen Gefriertbeutel geschüttet, das zu räuchernde Stück Fisch darein, Tüte gut zumachen und schütteln, dann ca eine halbe Stunde im Kühlschrank marinieren lassen.

    Währenddesen die Küche hermetisch abriegeln, den Topf einen Fingerbreit mit Spähne füllen, diese leicht anfeuchten, damit sie leicht verklumpt (zB mit einem Sprüher aus einer Blumenspritze) und schon mal das aromatisierende Zeugs mit reinwerfen.

    Jetzt kommt es darauf an, ob man Hände wie ein Schmied hat oder nicht, im letzten Falle bitte dicke Handschuhe oder ähnliches anziehen und die Aluschale falten, ich habe zuerst die langen Ränder eingefaltet, damit der Einsatz die Breite des Topfes hat und hineinpasst, dann die kurzen Setien so Falten, dass der Einsatz in den Topf gestellt werden kann und auch der Deckel bequem draufpasst, evtl muss man es mehrmals anpassen.

    Bei dem Prozedere bitte noch die Dicke des Fisches mit bedenken.

    Bei eventuellen Schnittwunden nun Pflaster draufkleben oder den Notarzt rufen, jenachdem wie ungeschickt man ist.

    Wenn alles erledigt ist, Fenster weit aufreißen, wer hat, auch noch zusätzlich die Abzugshaube einschalten.

    Den Einsatz auf die Spähne legen, darauf das Stück Backpapier und darauf den aus der Marinade befreiten Fisch, evtl etwas abtupfen.

    Deckel drauf und Herd auf höchster Stufe, wenn es qualmt, auf Mitte oder zwischen Mitte und ganz klein drehen.

    Den Timer auf ca 15 Min stellen, in der Zwischenzeit was anderes machen, aber immer den Fisch im Auge behalten.

    Wenn es verbrannt riecht, das muss so.

    Wenn es brennen sollte, löschen und es einen Profi machen lassen.

    Nach ca 10-12 Minuten den Herd abstellen und den Fisch noch die restliche Zeit auf Restwärme fertig räuchern, wenn er noch zu blass ist, dann noch ein paar Minuten länger auf dem Herd stehen lassen.

    Dann den Topf samt Deckel zum Fenster bringen, dort auf eine Unterlage stellen und da den Deckel öffnen, damit der Rauch sich gleich größstenteils verziehen kann.

    Den Fisch mit dem BP auf einen Teller heben und beiseite stellen, abkühlen lassen.

    Den Topf am Fenster auskühlen lassen, den Einsatz wegschmeißen, die Spähne dann auch entsorgen und hoffen, dass der Topf in der Spülmaschine sauber wird.

    Fisch ordentlich auskühlen lassen und sich schmecken lassen und beten, dass die Rezeptur hinhaut.


    LG